5 5.8 Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe 57 Verantwortung für Umwelt und Natur Schon in den ersten sechs Lebensjahren begegnen Kinder der zunehmenden Umweltverschmutzung. Es ist wichtig, dass Kinder Sensibilität für alle Lebewesen und die natürlichen Lebensgrundlagen entwickeln und dabei lernen, ihr eigenes Verhalten zu überprüfen, inwieweit sie selbst etwas zum Schutz der Umwelt und zum schonenden Umgang mit ihren Ressourcen beitragen können. Bildungs- und Erziehungsbereiche, in denen die Kompetenzen dieses Abschnitts besonders zum Tragen kommen, sind: ■ Umgang mit individuellen Unterschieden und soziokultureller Vielfalt (➛ Kap. 6.2) ■ Werteorientierung und Religiosität (➛ Kap. 7.1) ■ Emotionalität, soziale Beziehungen und Konflikte (➛ Kap. 7.2) ■ Umwelt (➛ Kap. 7.7) ■ Mitwirkung der Kinder am Bildungs- und Einrichtungsgeschehen (Partizipation) (➛ Kap. 8.1) Akzeptieren und Einhalten von Gesprächs- und Abstimmungsregeln Die Tageseinrichtung steht in der besonderen Verantwortung, Kinder auf das Leben in einer demokratischen Gesellschaft vorzubereiten. Das bedeutet, dass Kinder z. B. Entscheidungsfindung und Konfliktlösung auf demokratischem Weg lernen – im Gespräch, durch Konsensfindung und durch Abstimmungen, nicht aber durch Gewalt und Machtausübung. Kinder entwickeln diese Fähigkeiten, wenn ihnen regelmäßig Mitsprache und Mitgestaltung beim Bildungs- und Einrichtungsgeschehen zugestanden und ermöglicht werden. Einbringen und Überdenken des eigenen Standpunkts Teilhabe an Demokratie bedeutet auch, dass Kinder in der Lage sind, eine eigene Position zu beziehen und nach außen zu vertreten, dass sie andere Meinungen akzeptieren und Kompromisse aushandeln. Kinder entwickeln diese 5.8 Fähigkeit und Bereitschaft zur demokratischen Teilhabe
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