8 424 Schlüsselprozesse für Bildungs- und Erziehungsqualität cken und ihr Verständnis erweitern, sowie die Kunst der Fachkräfte, die Diskussion durch offene Fragen anzuregen. Diese sollen die Kinder herausfordern, neue Wege oder Erklärungen selbst zu finden. Philosophieren erfordert den Gebrauch von Sprache sowie von kognitiven und kommunikativen Fähigkeiten, abstrakt zu denken und Gedanken auszudrücken, sich an Unterhaltungen zu beteiligen und sich konzentrieren zu können. Deshalb eignet sich das Philosophieren am besten für ältere Kinder. Da es aber für Kinder von Geburt an wichtig ist, sich die Welt zu erklären, können auch sehr kleine Kinder in ihrem Entdeckungsdrang unterstützt werden und damit eine Disposition der Neugier entwickeln, die als Basis für späteres Philosophieren verwendet wird. Ab 18 Monaten entwickeln Kinder verstärkt die Fähigkeit, ihre Gefühle durch Sprache auszudrücken, sodass Erwachsene beginnen können, mit ihnen über ihre Gefühle zu reden und sie mit den Bedeutungen von Wörtern (v. a. denken, glauben, vermuten, wissen und erinnern) vertraut zu machen. Aufgaben des Philosophierens Durch das Philosophieren werden die Kreativität, die kognitiven und die sprachlichen Fähigkeiten der Kinder gefördert. Sie lernen, verschiedene Perspektiven zu verstehen und einzunehmen und die Ideen anderer einzubeziehen. Durch das Philosophieren werden Kinder angeregt, Neugier zu Themen zu entwickeln, die ihren Alltag berühren. Im Spiel, in den Geschichten und Bilderbüchern sowie in den Arbeiten und Unterhaltungen der Kinder finden sich vielfältige Anlässe und Fragestellungen, die gemeinsam erörtert werden können. Geeignete Themen sind für Kinder v. a. die Dinge, für die sie sich momentan interessieren. 8.2.4 Kindern zuhören – Kindern Fragen stellen Kindern eine gute Zuhörerin oder ein guter Zuhörer zu sein und ihnen die richtigen Fragen zu stellen, ist wesentlich, damit sich eine offene und unterstützende Gesprächsbasis entwickeln kann. Kindern zuhören Zuhören kann dazu beitragen, durch das Verstehen kindlicher Aussagen mehr Verständnis für ein Kind zu entwickeln. Wenn man Kindern zuhört, fühlen sie sich wertgeschätzt und einbezogen. Dies steigert Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen. Man unterscheidet das passive Zuhören und das aktive Zuhören.
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